Sandra, Teil 1

[ Mf, slow, rom ]

by Shana

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Published: 26-Apr-2013

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This work is Copyrighted to the author. All people and events in this story are entirely fictitious.

Das ist so einer der Nachteile, wenn man zu Hause arbeitet, dachte ich, als es klingelte, und ging zur Tür, um zu öffnen.

"Hallo Sandra!" rief ich erfreut. Sandra, die 12jährige Tochter meiner Nachbarin, stand vor der Tür, die Beine eng zusammengepreßt, mit gerötetem Gesicht.

"Hi, Tom", begrüßte sie mich, "Mami ist nicht da, und ich muß ganz dringend."

"Dann komm mal schnell rein. Du weißt ja, wo das Badezimmer ist." Sandra flutschte an mir vorbei und rannte zum Bad. Ich mußte grinsen, als ich ihr hinterher sah. Ihre langen, blonden, gelockten Haare flatterten genau wie ihr kurzer roter Rock, während sie mit zusammengekniffenen Beinen über den Flur hopste. Ich hob ihre Schultasche auf und schloß die Tür.

"Tom, hilf mir bitte! Mach schnell!" hörte ich sie rufen. Schnell ging ich ins Bad. Sandra, inzwischen mit knallrotem Gesicht vor Anstrengung, nicht in ihr Höschen zu urinieren, stand vor der Toilette und kämpfte mit dem Versuch, ihren Rock hochzuhalten und gleichzeitig das Höschen herunter zu ziehen. Mein Lachen verbeißend, ging ich zu ihr.

"Halt den Rock hoch, ich zieh." Sie nickte und hielt den Rock hoch, ich griff ihr Höschen an den Seiten und zog es schnell herunter. Mit einem erleichterten Seufzer plumpste Sandra auf den Sitz und ließ den Dingen ihren Lauf.

"Danke", lächelte sie mir zu, während ich mich umdrehte und Anstalten machte, zu gehen, aber sie hielt mich auf. "Wohin willst du?"

"Raus", antwortete ich, immer noch mit dem Rücken zu ihr.

"Ist doch nicht nötig." Sie klopfte auf den Rand der Badewanne. "Setz dich zu mir." Ich kannte sie jetzt schon seit über sieben Jahren. Ich half ihr bei den Schulaufgaben, wenn nötig, paßte auf sie auf, wenn ihre Mutter "auf Achse" war, und sie kam zu mir, wenn ihre Mutter Besuch hatte und der Meinung war, daß Sandra nur stören würde. Ich hatte sie früher auch schon oft gebadet und ins Bett gebracht. Zwischen uns war keinerlei Verlegenheit, in keiner Beziehung. Ich hockte mich neben sie, während ihr Urin immer noch mit unverminderter Heftigkeit ins Becken strömte. "Kannst du mir gleich bei Mathe helfen? Ich komm da mit einer Aufgabe nicht klar." Sie sah mich ohne Verlegenheit an. Mein Blick glitt unbeabsichtigt über ihre unbehaarte Vagina und folgte dem blinkenden Strahl. Sandra zuckte die Schultern.

"Ich hab zuviel getrunken in der Schule. Ich dachte, ich könnte es aushalten. Hat ja auch beinahe geklappt. Keine Ahnung, wo Mutti sich wieder rumtreibt." Wir dachten beide kurz an ihre Mutter, eine sehr lebenslustige Frau Mitte Dreißig und damit etwa fünf Jahre älter als ich, die sich mehr um ihr eigenes Wohl als um Sandras sorgte. Sandra hatte keinen besonders guten Draht zu ihr und ging ihr aus dem Weg, wann immer möglich. Statt dessen kam sie gerne zu mir. Als freiberuflicher Programmierer war ich sowieso meistens zu Hause, und mir machte es nichts aus, auf sie aufzupassen. Sandra war ein fröhliches, aktives und offenes kleines Ding, immer zu Scherzen aufgelegt. Ich hatte sie richtig gern.

Mit einem erleichterten Seufzer ließ sie die letzten Tropfen aus sich heraus und griff nach dem Toilettenpapier. Als sie es fassen wollte, verzog sie ihr Gesicht.

"Au, verdammt!" schimpfte sie und ließ die Hand fallen.

"Was ist denn?" fragte ich besorgt.

"Ich hab mir beim Sport die Hände verknickt. Der Volleyball kam zu schnell, und ich habe ihn falsch angenommen. Ist aber nicht so schlimm, kann nur nicht richtig greifen." Sie blickte hilflos umher.

"Soll ich dir helfen? Ich hab dich ja früher schon saubergemacht", grinste ich, und auch Sandra mußte lachen. Wir dachten beide an ihre Phase vor einigen Jahren, als sie permanent in die Hose gemacht hatte. Sie spielte immer bis zur letzten Sekunde mit ihren Freundinnen und kam dann hochgewetzt, genau wie heute.

Sandra nickte. "Ist wohl besser heute." Ich nahm einige Lagen Papier und wischte sie vorsichtig trocken.

"Danke, Tom, du bist so lieb zu mir." Sie stand auf. "Noch einmal helfen, bitte?" Ich zog ihr Höschen hoch, während sie sich mit ihren Händen auf meiner Schulter abstützte. Plötzlich umarmte sie mich.

"Ich hab dich richtig lieb, Tom. Du bist immer da, wenn ich Hilfe brauche. Nicht so wie meine Mutter."

"Na ja, ich denke, deine Mutter hat so ihre eigenen Ansichten und Wünsche. Aber sie sollte sich wirklich mehr um dich kümmern. So, fertig. Sitzt es?" Sandra nickte.

"Ist okay. Danke."

"Wie kommst du denn jetzt rein bei euch?" fragte ich und stand auf. Ich wußte, daß Sandra keinen Schlüssel hatte.

"Keine Ahnung. Ich werd wohl bei dir bleiben, bis sie wiederkommt. Darf ich?"

"Aber natürlich, Sandra, ich freu mich immer, wenn du da bist. Dann habe ich einen guten Grund, mal nicht zu arbeiten." Sie grinste. "Hast du schon gegessen?" fiel mir ein. Sie schüttelte den Kopf. "Wie wär's mit Spaghetti?"

"Oder Hamburger?" fragte sie hoffnungsvoll. Zwei Querstraßen weiter war McDonald's, einer von Sandras Lieblingsaufenthaltsorten.

"Okay, hast du alles dabei, was du brauchst?" Sie sah mich erstaunt an.

"Was brauche ich denn?"

"Na, Kamm, Bürste, Schminktasche, Lippenstift, eben das, was eine junge Dame heutzutage so braucht." Sandra boxte mich auf den Arm.

"Red keinen Stuß, du Quatschkopp", schmollte sie, dann fragte sie, mit glänzenden Augen: "Findest du wirklich, daß ich eine junge Dame bin?" Ich rieb mir die Stelle, wo sie mich getroffen hatte und sah sie strafend an.

"Jetzt nicht mehr. Junge Damen hauen normalerweise nicht den Herrn, der sie zum Essen einladen will." Mit einem 'Bitte vergib mir meine Sünden'-Blick sah sie mich an und streichelte meinen Arm.

"Es tut mir leid, Tom. Die junge Dame wird es nie wieder tun."

"Wer's glaubt", knurrte ich, dann mußten wir beide lachen. Ich griff schnell meine Brieftasche und Schlüssel, dann gingen wir essen.

Sandra bestellte eine Juniortüte, "aber nur, weil da der Aladdin drin ist. Ich mag die Figuren."

"Wie viele hast du denn schon?"

"Mit dem da eine." Sie schnappte sich das Tablett und suchte, mit Rücksicht auf mein Laster, einen Tisch in der Raucherecke. Sie war wirklich aufmerksam. Sandra merkte sich solche Kleinigkeiten, besser als manch anderer Mensch. Nachdem mein Tablett auch voll war, ging ich zu ihr. Der erste Hamburger war schon halb auf.

"Ich hab so großen Hunger", sagte sie entschuldigend, kaute aber gleichzeitig weiter. Ich stellte mein Tablett ab und setzte mich neben sie. Eine Zeitlang war nichts zu hören außer Papierknistern und Kauen. Schließlich schob Sandra ihr Tablett weg.

"Puh", machte sie und rieb sich den Bauch. "Das hat gutgetan." Sie legte ihren Kopf einen Moment auf meine Schulter.

"Wie geht's deiner Hand?" fragte ich.

"Schon besser." Sie bewegte ihre rechte Hand auf und ab, machte dann vorsichtig eine Faust. "Das tut noch etwas weh, aber greifen geht schon wieder ganz gut." Plötzlich kicherte sie. "Was wird Mami wohl sagen, wenn ich ihr das erzähle?"

"Was erzähle? Daß du dir die Hand verstaucht hast?"

"Nein", kicherte sie, "daß du mir mein Höschen ausziehen mußtest." Das Paar am Nebentisch bekam lange Ohren.

"Na, ich denke, wenn du es so erzählst, wie es war, wird sie nichts dagegen haben. Andererseits hättest du ja auch in die Hose machen können. Wer weiß, was sie dann gesagt hätte?" Das saß. Sandra war still.

"Na ja", sagte sie nach einer Denkpause, "immerhin hab ich mir ja wirklich die Hand verstaucht und konnte mein Höschen und das Papier nicht greifen. Vergessen wir es einfach." Das Paar am Nebentisch verlor das Interesse und wandte sich wieder sich selbst zu.

Ich stand auf. "Komm sofort wieder." Sandra nickte und griff nach ihrer Fanta. Ich ging zur Kasse und kaufte noch die übrigen drei Figuren: Jasmin, den Dschinn und den Papagei. Sandra sah aus dem Fenster, als ich zurückkam.

"Augen zu und Hand auf", befahl ich, und sie gehorchte. Ich legte die Figuren in ihre Hand. "Jetzt gucken." Sandra schaute und machte: "Wow!" Sie packte die Dinger gleich aus und stellte sie neben Aladdin. Sie strahlte mich an.

"Danke, Tom, jetzt habe ich die komplett." Als Dankeschön bekam ich einen Kuß mit Salz und Ketchup auf die Wange.

Als wir zurückkamen, war Sandras Mutter immer noch nicht daheim. Sandra packte ihre Schulsachen aus und fing mit den Hausaufgaben an. In der Zwischenzeit beschäftigte ich mich mit dem Programm, was ich schreiben sollte.

Etwa eineinhalb Stunden später rief sie mich zu Hilfe. "Mathe!!!" Ich speicherte und ging zu ihr. Es war eine relativ leichte Aufgabe, und ich erklärte Sandra den Lösungsweg. Dann übten wir noch einige selbst erstellten Aufgaben nach dem gleichen Prinzip, und Sandra hatte es kapiert. Sie machte schnell die anderen Aufgaben fertig. Zwischendurch legte sie immer wieder den Stift weg und schüttelte ihre Hand; so ganz in Ordnung war sie wohl doch noch nicht. Aber es war keine Schwellung zu sehen, und sie fühlte sich auch nicht heißer an als sonst. Morgen würde es wieder gut sein.

Endlich hatte sie ihre Aufgaben fertig. Geräuschvoll packte sie die Schulsachen ein. Ihre Mutter war noch immer nicht da. Dies war allerdings nichts Ungewöhnliches. Beatrix kam häufig erst gegen Abend oder noch später nach Hause. Sie hatte mir "für alle Fälle" eine Tasche gegeben, in der sich einige Sachen für Sandra befanden, falls sie mal bei mir übernachten mußte. In diesem Jahr war das schon sehr oft vorgekommen. Sandra sorgte dafür, daß die Tasche immer auf dem aktuellen Stand war, das heißt, sie sortierte die benutze Wäsche aus und packte neue dafür rein.

Sandra schaute auf die Uhr: kurz nach vier. Sie zog ihre Sandalen und Strümpfe aus und legte sich mit dem Bauch auf das Sofa, um mir bei der Arbeit zuzuschauen. Ihren Kopf hatte sie auf die Arme gelegt. Ich bemerkte, daß sie mich musterte, doch ich achtete nicht weiter darauf.

Ein Programmteil machte noch etwas Ärger, und es dauerte knapp dreißig Minuten, bis es fehlerfrei lief. Ich speicherte den Code und machte den PC aus. Dann streckte ich mich.

"Feierabend!" rief ich und drehte mich zu Sandra um. Sie schlief. Ohne daß ich es bemerkt hatte, war sie aus T-Shirt und Rock geschlüpft und lag, nur in ihrer Unterhose, auf dem Sofa. Leise ging ich zu ihr. Eine leichte Gänsehaut war auf ihrem Körper, und ich holte eine dünne Decke. Es war Juni, und die Tage waren auch schon sehr warm, doch im Schlaf braucht der Körper mehr Wärme. Ich legte die Decke vorsichtig über sie. Sie lächelte im Schlaf. Ich hob ihre Sachen auf und legte sie, ordentlich gefaltet, auf den Sessel neben dem Sofa. Dann steckte ich den Kopfhörer in den Fernseher und schaltete ihn ein. Gegen sechs wollte ich Sandra wecken, damit sie nicht zu spät ins Bett kam. Doch es war nicht nötig. Schon wenige Minuten später war sie wach. Kinder scheinen ein zusätzliches Paar Ohren zu haben, mit dem sie hören können, wenn irgendwo ein Fernseher läuft, auch wenn kein Ton zu hören ist. Daß Sandra wach war, merkte ich an dem Kissen, was mir plötzlich an den Kopf flog. Insti

nktiv griff ich danach und schaute mich erschrocken um. Sandra saß auf dem Sofa, die Decke neben ihr, und grinste mich an. Ich nahm den Kopfhörer ab.

"Sandra", sagte ich und bemühte mich, meine Stimme ruhig klingen zu lassen. "Irgendwann werde ich dir den Hintern so versohlen, daß du eine Woche nicht sitzen kannst." Sie streckte mir die Zunge raus.

"Traust dich nicht. Feigling! Feigling!" Mit einem Satz war ich bei ihr und hatte sie gepackt. Sie kreischte vor Vergnügen. Kitzeln und Drohen waren unsere Lieblingsspiele, und um ehrlich zu sein, ich wollte sie nicht verhauen. Ich könnte es gar nicht. Dafür mochte ich sie zu sehr.

Aber ich konnte zumindest so tun, als ob.

Ich packte sie an Bauch und Beinen und hob sie hoch. Dann setzte ich mich, während Sandra strampelte, und legte sie mit dem Bauch über meinen linken Oberschenkel. Ihre Beine klemmte ich mit meinem rechten Bein fest.

"So, wie war das noch? Ich trau mich nicht? Ich bin ein Feigling?" sagte ich drohend, und Sandra strampelte wie wild, um freizukommen, doch ich hatte sie fest im Griff. Sie lachte und quietschte, drehte ihren Kopf zu mir, legte die Hände an die Ohren, wackelte mit ihnen und streckte wieder die Zunge raus. Das konnte ich ihr nicht durchgehen lassen. Klatsch! So fest, daß sie es spürte, aber nicht so fest, daß es ihr weh tat, hatte ich ihr einen Klaps auf den Po gegeben.

"Boah! Das wagst du nicht nochmal!" sagte sie wütend, natürlich auch nur gespielt. Wir hatten viel Freude an unseren "Streitereien", da wir abwechselnd verloren und gewannen.

Ich wagte es nochmal. Sogar zweimal. Sie fing an, zu schimpfen.

"Das traust du dich nur, weil ich eingeklemmt bin. Na warte, wenn ich erst freikomme. Ich reiß dir den Kopf ab!"

"Na gut", lachte ich, "wenn ich sowieso sterben muß, kann ich ja weitermachen." Diesmal waren es vier Klapse. Sandra rotierte.

"Du Mistkröte! Ich bring dich um! Ich reiß dir alles ab! Ich werf dich von der nächsten Brücke!" Sie strampelte wild und schaffte es tatsächlich, freizukommen, aber hauptsächlich nur deshalb, weil ich so lachen mußte. Erhitzt stand sie vor mir, die Arme in die Seiten gestemmt.

"Was lachst du so blöd? Lachst du mich aus?" Ihr Atem ging schnell, und ihre Augen sprühten Feuer.

"Nein, Sandra, ich lache dich nicht aus", grinste ich. "Ich würde doch niemals eine junge Dame auslachen, die mit zerwuschelten Haaren und nur in der Unterhose vor mir steht und mir droht, mich umzubringen." Ich fing wieder an, zu lachen.

"Jetzt bist du fällig!" knirschte sie mit zusammengekniffenen Augen und Zähnen. Mit all ihrer Kraft warf sie mich um und setzte sich auf mich. Dann kitzelte sie mich gnadenlos durch. Ich muß dazu sagen, ich bin sehr kitzelig, und Sandra kannte die Stellen, an denen sie mich angreifen konnte. So wie ich ihre Schwachstellen kannte.

Während unseres "Kampfes" gerieten unsere Hände ab und zu in Zonen, die normalerweise als unschicklich gelten, doch Sandra und ich kannten uns schon zu lange, um darauf zu achten. Es war einfach egal. Wir hatten in den letzten Jahren so oft miteinander "gekämpft", daß keiner von uns es mehr zählen konnte. Wir waren die besten Freunde und hatten weder Scheu noch Hemmungen voreinander. Sandra hatte keinen Vater, oder besser gesagt, sie hatte ihn nicht gekannt. Ihre Mutter war auch nur da, wenn sie es wollte. Sandra hatte keinen anderen Menschen außer mir, mit dem sie reden konnte. Und ich sah immer noch das Kind vor mir, das ich so oft gebadet und abgetrocknet hatte, dem ich die Wäsche gewaschen hatte, dem ich die kleinen Wunden versorgte, und das ich einfach lieb hatte.

Sandra kitzelte mich immer heftiger, und irgendwann hatte ich keine Luft mehr und flehte um Gnade. Sie ließ von mir ab, blieb aber auf meinem Bauch sitzen, ihre Knie in meine Seiten gedrückt. 'Für alle Fälle', sagten ihre Augen.

Gibst du auf?" fragte sie, als ich wieder atmen konnte.

"Aufgeben?" keuchte ich. "Warum das denn? Ich hab doch noch gar nicht verloren." Mit einem Ruck warf ich sie ab, so daß sie neben mir, an der Lehne des Sofas landete. Jetzt kitzelte ich sie. Am Bauch, in den Seiten, an den Beinen, überall dort, wo sie besonders empfindlich war. Schließlich konnte sie nicht mehr atmen vor Lachen, und ich ließ sie Luft holen. Auch ich holte tief Luft. Als ich sie ansah, mußte ich wieder grinsen.

"Was ist denn jetzt wieder?" sagte sie erschöpft. Ich zeigte es ihr, und sie mußte auch grinsen. In der Hitze des Gefechtes war ihre Unterhose verrutscht und ruhte auf den Oberschenkeln. Doch anstatt sie hochzuziehen, drehte sich Sandra auf den Bauch.

"Ist mein Po rot von deinem Prügeln?"

"Also Prügeln würde ich das nicht gerade nennen", sagte ich und warf einen Blick auf ihre kleinen Halbkugeln. "Knallrot", scherzte ich, und sie sah mich erschrocken an.

"Nein, nein", lenkte ich ein, "nichts zu sehen. Ich habe ja auch nicht 'geprügelt', sonder nur leicht draufgeklatscht."

"Hmpf", war ihr Kommentar. Sie fühlte mit ihren Händen vorsichtig nach irgendwelchen Wunden. "Scheint noch alles ganz zu sein", sagte sie und blickte mich strafend an.

"Noch", grinste ich.

"Was heißt 'noch'?" fragte sie alarmiert. An Stelle einer Antwort fing ich an, sie in ihren Po zu beißen. Als kleines Kind hatte sie dabei immer Lachanfälle bekommen, und auch heute noch wirkte diese Behandlung. Sandra lachte sich die Seele aus dem Leib. Ihr kleiner, fester Hintern rotierte in dem Versuch, meinen Zähnen auszuweichen, doch sie hatte keine Chance. Ihr Lachen verwandelte sich in eine Art Schluckauf, und gnädig ließ ich sie los. Als Entschuldigung gab ich ihr je einen dicken, schmatzenden Kuß auf ihre Pobacken.

Sandra keuchte und schnappte nach Luft, bis sie sich wieder soweit erholt hatte, daß sie reden konnte.

"Irgendwann wirst du dafür bezahlen", sagte sie mit finsterer Miene, doch ihre Augen funkelten vor Vergnügen. Sie zog ihre Unterhose wieder richtig an.

"Aber nur, wenn du mir eine Rechnung schickst", lachte ich. Sie rümpfte die Nase und setzte sich hin. Mit einem tiefen Seufzer ließ sie die Aufregung heraus und umarmte mich.

"Ich hab dich lieb, Tom", sagte sie einfach.

"Ich hab dich auch lieb, Sandra."

Sandras Mutter Beatrix kam um kurz nach neun, um ihre Tochter abzuholen, doch sie hatte noch etwas auf dem Herzen. Wir hatten einen relativ guten Kontakt; sie vertraute mir, und ich verkniff mir Bemerkungen über ihr Benehmen in Bezug auf Sandra. Sie war froh, daß sie einen Nachbarn wie mich hatte, der sich um Sandra kümmerte. Das ließ ihr mehr Zeit für ihr Leben, was immer sie auch damit anfing.

Nach unserem kleinen "Kampf" wollte Sandra, daß ich sie anziehe, und den Gefallen tat ich ihr gerne. Es war mal etwas anderes, jemanden an- statt auszuziehen, fand ich. Sandra sah es ähnlich und kicherte, als ich mich mit ihrem Rock abmühte. Schließlich erbarmte sie sich und zog ihre Kleidung selbst zurecht. Männer hätten dafür einfach kein Gefühl, sagte sie. Als Beatrix klingelte, sahen wir wieder "ordentlich" aus.

Beatrix kam herein, als ich öffnete, und entschuldigte sich kurz. Zwischen den Zeilen hörte ich jedoch, daß sie froh war, sich nicht um Sandra kümmern zu müssen. Und das war genau das Thema, was sie jetzt ansprach.

"Tom, ich habe ein Angebot von einem Bekannten, drei Wochen mit ihm in Urlaub zu fahren. Leider mag er keine Kinder und will Sandra nicht mitnehmen." Das klang nicht ehrlich, sogar Sandra spürte es, wie ich an ihrem Blick sah. Wahrscheinlich wollte Beatrix einfach mal Urlaub von der Tochter haben. Sie redete weiter.

"Da Sandra eh' viel hier ist und ihr beide die dicksten Freunde seid, wollte ich fragen, ob du Sandra für drei Wochen bei dir aufnehmen könntest?" Sandra schaute mich voller Hoffnung an.

"Ab wann wäre das?" fragte ich. Ich war zwar viel zu Hause, hatte aber trotzdem einige Termine.

"Ab Freitag abend." Beatrix bemerkte meinen Blick und fing an, sich wortreich zu entschuldigen. "Ich weiß, daß das sehr kurzfristig ist, aber mein Bekannter hat eine Last-Minute-Reise gebucht für zwei, und ich muß mich noch heute entscheiden. Es tut mir ja auch wahnsinnig leid für Sandra, aber sie hätte bestimmt Probleme, mit Jürgen auszukommen. Er mag eben keine Kinder. Und wie gesagt, es war ein kurzfristiges Angebot, und er hat es angenommen und mich gefragt, und ich muß ihm heute noch zusagen." Ich schnitt ihren Redeschwall ab, nachdem ich kurz in meinen Terminer gesehen hatte.

"Unter einer Bedingung, Beatrix", sagte ich fordernd. Sie blickte mich erschrocken an und sah ihren Urlaub schon ins Wasser fallen.

"Welche?"

"Sandra bekommt einen Schlüssel für eure Wohnung. Es macht keinen Sinn, ihr die Sachen für drei Wochen mitzugeben, wo ihr doch direkt nebenan wohnt. Okay?" Beatrix war einverstanden, gleich morgen für Sandra einen Zweitschlüssel anfertigen zu lassen. Sie ging direkt rüber, um ihren Jürgen anzurufen. Es war keine Spur von Trauer zu sehen, daß Sandra nicht mitdurfte. Ich sah das Mädchen neben mir an.

"Glaubst du, du hältst es drei Wochen mit mir aus?" fragte ich sie. Sandra überlegte ernsthaft, während sie mich ansah.

"Ich hab das komische Gefühl, daß ich länger bei dir bin als diese drei Wochen", sagte sie schließlich, doch sie konnte nicht erklären, was sie damit meinte.

Freitag war bereits übermorgen. Beatrix wollte sich direkt nach Büroschluß - sie arbeitete als Sekretärin im (welche Ironie) Jugendamt - mit ihrem Bekannten Jürgen am Flughafen treffen, so daß ich bereits am Donnerstag abend zu ihr rüber ging, um diejenigen Sachen abzuholen, die Sandra brauchte. Beatrix hatte tatsächlich an den Zweitschlüssel gedacht, den Sandra feierlich entgegennahm und erfolgreich testete. Ein großes Stück Freiheit hielt sie da in der Hand, und ihre Augen strahlten. Ich bat um eine Aufstellung der Ärzte, um Sandras Versicherungskarte, ihren Stundenplan, andere wichtige Telefonnummern und eine kurze Bescheinigung, daß Sandra bei mir bleiben durfte und ich auf sie aufpaßte, für den Ernstfall wie Schulprobleme, Unfall oder etwas in dieser Art. Beatrix kritzelte es auf ein leeres Blatt: 'Sandra wird bei Thomas ... wohnen. Dies geschieht mit meiner Einwilligung. Er vertritt mich in allen Fragen, die Sandra betreffen.' Sie reichte mir neben dieser Erklärung alle

anderen gewünschten Unterlagen, und ich steckte sie sorgfältig ein. Beatrix zeigte mir noch, wo die Waschmaschine war, und ich erinnerte sie daran, daß ich schon öfter hier war. Sie lachte nervös.

"Entschuldige, Tom, aber ich bin so aufgeregt. Endlich mal weg von allem. Für drei Wochen." Von allem. Auch von Sandra. Sie drückte mir noch zweihundert Mark in die Hand, für Verpflegung und Taschengeld, und scheuchte uns hinaus. Sandra sollte schon heute bei mir "einziehen", damit sie ihr morgen früh nicht im Wege wäre. Sandra lief schon voraus. Schon auf dem Flur, fiel mir noch etwas ein.

"Beatrix, wenn du wiederkommst, fangen doch gerade die Sommerferien an, richtig?" Sie dachte kurz nach und nickte. "Hättest du etwas dagegen, wenn ich Sandra mit in meine Sommerferien nehme? So als kleine Entschädigung, dachte ich mir." Beatrix strahlte.

"Das würdest du tun? Das ist echt nett von dir, Tom. Natürlich habe ich nichts dagegen. Brauchst du noch Geld von mir?" Ich wehrte ab.

"Nicht nötig, sie ist eingeladen." Beatrix bedankte sich noch einige Male, dann schaute sie auf die Uhr.

"Es tut mir leid, aber ich muß jetzt wirklich meine Koffer packen. Danke noch mal, Tom. Grüß sie von mir, ja?" Die Tür war zu. Sie hatte nicht einmal gefragt, wohin ich mit Sandra fahren wollte.

Sandra trug die Abreise ihrer Mutter mit Fassung. Nein, das stimmt nicht. Es war ihr schon fast egal. Als ich sie fragte, ob sie traurig wäre, sah Sandra mich nur an.

"Was glaubst du eigentlich, warum ich so oft zu dir komme?" fragte sie mich und umarmte mich. "Ich weiß schon lange, daß ich keine richtige Mutter habe. Aber jetzt habe ich dich." Sie drückte ihren Kopf fest an meine Brust, und ich strich ihr über das Haar. Dann erzählte ich ihr von dem geplanten Sommerurlaub. Was auch immer an Trauer dagewesen sein mochte, es war weg. Sandra sprang auf.

"Echt? Du nimmst mich mit in Urlaub?"

"Hatte ich vor. Natürlich nur, wenn du lieb bist."

"Bin immer lieb", schmollte sie grinsend.

"Und was war das gestern mit der Drohung, daß ich für das Beißen und Knabbern bezahlen sollte?" erinnerte ich sie. Sandra schluckte.

"Das war doch nicht ernstgemeint, Tom. Ich habe dich doch so lieb, ich will nicht, daß dir was passiert. Nein", korrigierte sie sich, "das stimmt nicht."

"Was stimmt nicht? Soll mir doch was passieren?"

"Quatsch! Es stimmt nicht, daß ich dich lieb habe. Ich hab dich waaaaaahnsinnig lieb! Und ich freu mich waaaaaahnsinnig auf den Urlaub mit dir!"

"Sag mal, Tom, warum wolltest du denn eine Bestätigung, daß ich bei dir sein darf?" fragte Sandra beim Abendessen.

"Schau mal, wenn du in der Schule oder beim Sport oder sonstwo einen Unfall hast, wird mir kein Arzt sagen dürfen, was mit dir los ist, nur weil wir gute Freunde sind. Doch mit diesem Zettel hier bin ich der Vertreter deiner Mutter und darf mich ganz rechtmäßig um dich kümmern." Das verstand sie.

Nach dem Abendessen setzten wir uns eng aneinandergekuschelt auf das Sofa und schauten dem allabendlichen Fernsehbrei zu. Sandra flüsterte mir etwas ins Ohr.

"Darf ich bei dir schlafen?"

"Das tust du doch", erwiderte ich erstaunt. Sie machte eine Grimasse.

"Nein, du Doof, bei dir im Bett." Bisher hatte Sandra, wenn sie bei mir übernachtete, auf dem Sofa geschlafen; die Lehne konnte umgeklappt werden, so daß ein 1,20 Meter breites Bett entstand. Ich wollte gerade widersprechen, doch sie sah mich bittend an.

"Tom, bitte, ich fühl mich so alleine heute. Meiner Mutter bin ich egal, das habe ich deutlich gemerkt. Bitte, Tom, ich brauch dich bei mir." Ich gab auf.

"Einverstanden. Aber wenn du irgendwelchen Unsinn machst, schläfst du in der Badewanne. In eiskaltem Wasser." Sandra grinste; meine Drohung nahm sie nicht ernst.

Ich allerdings auch nicht.

Ich bin kein Nachtmensch. Für mich ist es das Schönste, abends früh ins Bett zu gehen und am frühen Morgen aufzustehen. So hatte ich mehr vom Tag. Sandra war ähnlich veranlagt, aber durch die Aufregung, in einem Bett mit mir zu schlafen, war sie zu aufgedreht, um gleich einzuschlafen. Der Sommer hatte bereits mit voller Macht zugeschlagen. Es waren etwa 25 oder 26 Grad im Schlafzimmer. Sandra und ich hatten nur die Unterhosen an und lagen auf der Decke. Ich hatte meinen Arm ausgestreckt, auf den Sandra ihren Kopf gelegt hatte. Trotz der Hitze war es ein schönes Gefühl, so beieinander zu liegen. Sandra zog meine Hand zu sich und legte sie auf ihren Bauch. Ich streichelte sie sanft und beruhigend. Sie seufzte genüßlich.

"Ich fühl mich sauwohl bei dir, Tom. Gibst du mir einen Kuß?" Ich drehte meinen Kopf zu ihr und gab ihr einen schnellen Kuß auf die Wange. Sie grunzte. "Das war kein richtiger. Noch mal." Diesmal hielt sie meinen Kopf fest und preßte ihre Lippen gegen meine. "Hm hm hmmm", machte sie.

"Hm?" fragte ich zurück. Sie zog ihren Kopf zurück.

"Ich sagte: Ist das schön." Sie drehte sich wieder auf den Rücken, eng an mich gedrückt. "Sag mal, Tom, glaubst du eigentlich, daß Freundschaft sich verändern kann?"

"Denke schon", antwortete ich. "Wenn sich zwei Menschen anfreunden und lange befreundet bleiben, wird sich die Freundschaft immer verändern, weil ja die Menschen sich auch verändern. Warum fragst du?"

"Nur so, fiel mir nur gerade ein. Glaubst du denn auch, daß ein Mensch einem anderen egal werden kann?"

"Denkst du da an jemand Bestimmtes?" entgegnete ich. Trotz der Dunkelheit konnte ich förmlich sehen, wie Sandra die Schultern zuckte. Sie schwieg eine Weile, und als sie antwortete, war ihre Stimme leise.

"Ja. An meine Mutter. Das soll man ja nicht sagen, aber sie ist mir wirklich egal geworden. Und ich hab dieses komische Gefühl, daß sie nicht wiederkommt."

"Was meinst du damit, Sandra? Du hast schon etwas in dieser Richtung gesagt." Sie atmete tief ein und aus.

"Kann ich nicht erklären. Nicht, daß sie stirbt oder so. Sie kommt einfach nicht wieder. Das fühl ich ganz genau." Sie drehte sich auf die Seite, legte ihren Kopf auf meine Brust und umarmte mich mit ihrem linken Arm. Noch bevor ich etwas sagen konnte, war sie bereits eingeschlafen. Ihre Worte gingen mir noch eine Zeitlang im Kopf herum. In Gedanken streichelte ich ihr Haar und versprach ihr stumm, daß ich immer für sie da sein würde.

Da Sandra nicht das erste Mal bei mir schlief, war es am nächsten Morgen für uns kein Problem, in den Tagesrhythmus zu finden. Sandra war, bedingt durch die häufige Abwesenheit ihrer Mutter, sehr selbständig. Dazu kam, daß sie kein Morgenmuffel war. Sie öffnete die Augen und war wach. Ich war nicht ganz so schnell. Es dauerte zwei oder drei Minuten, bis ich wach wurde, doch dann war ich auch voll da. Als Sandra ihren Slip von gestern auszog, fiel mir etwas auf.

"Sandra, komm doch mal eben." Mit der frischen Unterhose in der Hand, kam sie zu mir und blieb vor dem Bett stehen. Rund um ihren Körper, in Höhe der Taille, zog sich eine gerippte Druckstelle, die ziemlich tief war.

"Sag mal, ist deine Unterwäsche zu klein geworden?" fragte ich sie. Sandra nickte.

"Das hab ich meiner Mutter schon vor ein paar Wochen gesagt, aber sie hatte bisher keine Zeit, mir neue zu kaufen." Sie stieg in den Slip und zog ihn hoch. Mit einem Finger versuchte ich, zwischen Haut und Gummiband zu kommen, aber das Band war bereits bis zum Äußersten gedehnt. Ich schüttelte ungläubig den Kopf.

"Bekommst du keine Bauchschmerzen davon?" Sandra drehte sich um.

"Nein." Nach einer kleinen Pause gab sie dann zu: "Nur manchmal." Sie zog sich weiter an.

"Wann hast du Schluß heute?" fragte ich sie.

"Um Viertel vor eins, warum?"

"Soll ich dich abholen? Wir können dann ein bißchen in der Stadt bummeln gehen." Ziellos laufen wollte ich eigentlich nicht; ich hatte vor, sie neu auszustatten. Eigentlich war ich ein eher ruhiger Mensch. Es dauerte lange, bis ich wirklich wütend wurde, doch ich spürte nun, wie der Ärger auf Beatrix wuchs. Wie konnte sie ihr eigenes Kind nur so verkommen lassen? Ich dankte allen Heiligen, daß Sandra eine starke Persönlichkeit hatte. Sie hatte weder Hemmungen noch Komplexe; sie hatte sich damit abgefunden, daß sie ihrer Mutter nichts bedeutete. Um so stärker setzte ich mich für sie ein, einfach um ihr das Gefühl zu geben, daß sie es wert sei.

Der Gedanke an einen Stadtbummel machte sie fröhlich.

"Krieg ich auch ein Eis?" fragte sie schelmisch. Ich überlegte.

"Na gut, aber nur mit einer Kugel." Sie blickte enttäuscht, und ich redete weiter. "Die zweite laß ich langsam deinen Rücken runter rutschen." Nach einer kurzen, aber heftigen Rangelei hatte sie mich festgenagelt.

"Ich weiß nicht, warum ich dich nicht sofort umbringe", knurrte sie und hielt meine Arme auf dem Boden fest. "Sag mir einen Grund, warum ich es nicht tun soll."

"Wegen dem Eis", grinste ich sie an, und sie ließ mich los.

"Na gut, diesmal laß ich dich noch leben." Sie nahm mich an die Hand, und wir gingen in die Küche, um zu frühstücken. Danach fuhr ich sie zur Schule und schrieb anschließend an meinem Programm weiter. In etwa einer Woche sollte es fertig sein, trotz der schönen "Ablenkung" durch Sandra.

Nach der Schule fuhren wir in ein großes Kaufhaus, um Mittag zu essen, danach ging es in die Abteilung "Teenager und alle, die es werden wollen". Zwei Stunden später hatte Sandra alles, um kleidungsmäßig das nächste Jahr zu überstehen: Blusen, T-Shirts, Hemden, Röcke und Hosen (Hosen nur für den Winter, sie liebte es, Röcke zu tragen), Unterwäsche und Strümpfe, Schuhe, einen Jogginganzug fürs Haus, zwei Jacken und einen Mantel. Sandra war sprachlos. Ungläubig sah sie auf den immer größer werdenden Stapel, doch ihren zaghaften Widerspruch wischte ich einfach weg.

"Brauchst du die Sachen oder nicht?"

"Eigentlich schon, aber..."

"Gut, dann kein Wort mehr." Sie gehorchte, doch ihre Augen strahlten, als sie die Sachen anprobierte. Schließlich war sie komplett ausgestattet und trug die Beutel stolz bis zum Auto, wo wir sie im Kofferraum verstauten. Als wir eingestiegen waren und die Türen geschlossen hatten, fing sie plötzlich an, zu weinen.

"He, was ist denn jetzt?" fragte ich sie erstaunt und strich ihr über den Kopf.

"Nichts", schluchzte sie, "ich bin einfach nur glücklich."

"Ist schon gut", tröstete ich sie, "ich mag es ja auch, wenn du schick aussiehst." Der Gedanke an ihre neue Kleidung vertrieb die Tränen schnell.

"Findest du wirklich, daß ich schick aussehe?" fragte sie glücklich.

"Ja, finde ich. Und ich finde, daß du ein sehr hübsches junges Mädchen bist." Nun strahlte sie. Ich brauchte nicht zu lügen oder zu übertreiben. Sandra war wirklich ein hübsches Mädchen. Sie war schlank, aber nicht dürr, und trotz ihrer zwölf Jahre sah sie schon umwerfend gut aus. In wenigen Jahren würde sie eine richtige Schönheit sein. Von Natur aus war ihre Haut eine Idee dunkler als normal und harmonisierte prächtig mit ihren langen, lockigen, blonden Haaren und den braunen Augen. Arme und Beine waren fest und selbst der Babyspeck war nicht mehr zu sehen. Allerdings hatte sie noch nichts von dem an sich, was eine Frau ausmachte, aber das würde sich mit der Zeit von selbst einstellen.

Sandra lehnte sich zu mir, als ich aus der Parklücke herausfuhr, und als ich sie ansah, gab sie mir einen dicken Kuß.

"Weil du so lieb bist", sagte sie einfach.

Zu Hause räumten wir erst einmal ihren Kleiderschrank aus. Sandra probierte ein Teil nach dem anderen und entschied schnell, ob es noch aufbewahrt oder weggeworfen werden sollte. Die Unterwäsche war generell zu klein, die probierte sie gar nicht erst an. Ein paar T-Shirts und Röcke paßten noch, Blusen oder Hemden hatte sie so gut wie gar nicht. Sandra packte alles in eine Tüte, was weg konnte, dann fing sie an, die neuen Sachen einzusortieren. Gegen fünf Uhr waren wir fertig.

Sandra war naßgeschwitzt, als sie den letzten Beutel für die Altkleidersammlung in die Diele stellte. Mir war auch warm geworden.

"Duschen?" schlug Sandra vor, und ich nickte.

"Die beste Idee des Tages." Sandra nahm sich frische Wäsche mit, und wir gingen in meine Wohnung.

"Wer zuerst?" fragte ich. Sie grinste frech.

"Mir egal, solange ich zuerst darf. Aber du darfst mir den Rücken waschen."

"Das ist sehr großzügig von dir, Sandra, vielen Dank. Ich darf also vor der Dusche stehen und naß werden?" Sie nickte, immer noch grinsend.

"Und ich werde dich naßspritzen, wenn du nicht damit rechnest. Jetzt komm." Sie nahm meine Hand und zog mich ins Badezimmer. Schnell war die Wassertemperatur richtig eingestellt, dann zog sie sich aus und stieg in die Kabine. Ich zog den Vorhang hinter ihr zu, und sie seifte sich ab. Dann drehte sie die Dusche zur Wand, öffnete den Vorhang und drehte mir den Rücken zu.

"Waschen!", befahl sie.

"Bist du sicher, daß du das willst?" fragte ich.

"Ja. Mach jetzt." Ich griff das Duschgel und spritzte ihr eine ordentliche Ladung auf die obere Wirbelsäule. Die kalte Ladung ließ sie aufschreien.

"Du wolltest es ja", sagte ich gnadenlos. Bevor sie sich umdrehen konnte, um mich naßzuspritzen, legte ich meinen Arm um sie, vor ihre Schultern, und hielt sie fest. Mit der rechten Hand verteilte ich das Gel auf ihrem Rücken und wusch sie. Sandra war ganz still. Mit ihren Händen hielt sie sich an meinem Arm fest.

"Fertig", sagte ich, als ihr Rücken vollständig eingeseift war, doch sie ließ mich nicht los.

"Den Po auch noch", forderte sie.

"Och, muß Klein-Sandra wie ein Baby gewaschen werden?" lachte ich, und sie nickte leicht. 'Na warte', dachte ich, und seifte ihren Po ebenfalls ein. Sanft, fast zärtlich verteilte ich das Gel auf ihren festen, kleinen Hinterbacken, bis es schäumte. Ebenfalls ganz sanft massierte ich die Seife in ihre Haut, und mit einer schnellen Bewegung glitt meine Hand zwischen ihre Pobacken, zwängte sie auseinander und seifte ihre Rille ein, von den Beinen bis zum Rücken.

Wenn ich Sandra nicht festgehalten hätte, wäre sie vor Schreck bei dieser unerwarteten Attacke ausgerutscht, doch sie hielt sich krampfhaft an meinem Arm fest, als der Schreck ihr die Füße wegzog. Als sie wieder stand, drehte sie sich um, und ich rechnete damit, jetzt die letzte Minute meines Lebens zu erleben. Ich hatte recht. So, wie sie war, also nackt, naß und von Kopf bis Fuß mit Seifenschaum bedeckt, sprang sie mich an, klammerte sich an mir fest und biß mich. Sie biß richtig zu: in die Schultern, die Oberarme, den Hals, was immer sie gerade erreichen konnte. Schließlich wußte ich mir keine andere Hilfe mehr, als mit ihr unter den immer noch Wasser sprühenden Duschkopf zu gehen, und ich hatte Erfolg. Das Wasser nahm ihr die Luft zum Atmen, und sie ließ ab von mir. Mit blitzenden Augen stand sie vor mir.

"Wenn du so etwas noch einmal machst, reiß ich dir was ab!", drohte sie. Ich entschuldigte mich lächelnd.

"Es tut mir leid, Sandra, aber du wolltest ja unbedingt, daß ich dir den Po wasche."

"Kein Grund, mir einen Herzanfall zu machen." Ihre Augen waren noch immer wütend auf mich, aber es zeigte sich auch schon wieder dieses lustige Funkeln. "Und jetzt raus hier, bevor ich dir die Dusche sonstwohin stopfe." Mit Rücksicht auf meine Gesundheit verzog ich mich.

Sandra war still an diesem Abend, etwas in sich gekehrt. Wir saßen auf dem Sofa, das heißt, ich saß, und Sandra lag mit ihrem Kopf auf meinem Bein. Mit einer Hand strich ich über ihren Bauch, mit der anderen über ihr Haar. Ich wollte ihr nur zeigen, wie lieb ich sie hatte, und Streicheln war das beste Mittel dafür. Und außerdem heißt ein körperlicher Kontakt ja nicht unbedingt, gleichzeitig Hintergedanken zu haben. Ich konnte schon früher stundenlang schmusen, ohne Sex haben zu müssen. Und Sex mit Sandra, also der Geschlechtsverkehr an sich, stand völlig außer Frage für mich. Es war ein Riesenunterschied zwischen Spaß und Ernst, und Sandra sollte Spaß haben. Sie sollte lachen, Freude haben und glücklich sein, aber auf keinen Fall sollte sie ein Stück Fleisch sein, an dem ich meine Lust befriedigte. Ich wollte noch in den Spiegel schauen können.

Sandra genoß die Liebkosung ebenso wie ich. Ab und zu schnurrte sie wie ein junges Kätzchen. Wir redeten nicht miteinander; es bestand kein Grund dazu. Wir waren froh und glücklich, beieinander zu sein. Und wer das nicht versteht oder einen ärgerlichen Hinweis auf Sandras Alter anbringt, der war wohl noch nie in einer ähnlichen Situation. Glück ist nicht abhängig vom Alter; Glück hängt ab vom Gefühl. Und wer der Meinung ist, daß Kinder keine Gefühle haben dürfen oder gar glaubt, mit ihren Gefühlen Mißbrauch treiben zu dürfen, hat etwas Wichtiges nicht mitbekommen.

Auch Sandra mochte das Gefühl, mich zu spüren. Ihre Mutter wollte oder konnte keine Zärtlichkeit geben, dabei brauchte Sandra, wie jedes andere Kind, das Gefühl, geliebt zu werden. Ich liebte sie wirklich, wurde mir klar. Nicht wie eine Frau oder Partnerin, sondern als das, was sie war. Als junges Mädchen, das Schutz, Zuwendung und Geborgenheit brauchte, und dafür sehr viel Freude und Lebenslust schenkte.

War dies falsch?

Sandra lag also auf meinem Bein, und ich streichelte sie. Sandra legte ihre Hände auf meine Hand, die auf ihrem Bauch lag. Durch das dünne T-Shirt spürte ich die Bewegung ihrer Bauchmuskeln beim Atmen.

"Sag mal", fragte sie plötzlich, "glaubst du eigentlich, daß Freunde sich ineinander verlieben können?"

"Warum nicht?" entgegnete ich. "Wenn sie feststellen, daß sie mehr füreinander empfinden als nur Freundschaft..."

"Ja? Dann?"

"Dann sollte das Verlieben eigentlich der logische nächste Schritt sein."

"Aha", sagte sie zufrieden.

Schweigen.

"Sag mal", kam die nächste Frage, "glaubst du, daß ich zu jung bin, um mich zu verlieben?"

"Aber ganz bestimmt bist du zu jung dazu. Viel zu jung", zog ich sie auf. Sie schob enttäuscht ihre Unterlippe vor. Ich grinste heimlich. "Aber wenn du glaubst, daß du verliebt bist, dann bist du nicht zu jung. Dann bist du in genau dem richtigen Alter." Nun strahlte sie mich wieder an. "Bist du denn verliebt?" fragte ich neugierig. Sandra sah wieder weg.

"Ich hab Hunger", meinte sie statt dessen. "Machst du was, oder ich, oder gehen wir irgendwo hin?"

"Willst du etwa vom Thema ablenken, Sandra?" Sie schenkte mir ihr schönstes Augenzwinkern und den unschuldigsten Blick, den sie zustande brachte.

"Nö, ich hab nur Hunger. Und wenn ich Hunger hab, kann ich nicht nachdenken."

"Ah so", ließ ich die Falle zuschnappen, "das heißt also, wenn ich dir jetzt etwas zu essen gebe, kannst du wieder nachdenken und wirst mir sagen, ob du verliebt bist?" Sie sah mich listig an.

"Ja."

"Na gut, Lust auf Pizza?" Auf Pizza hatte sie immer Lust. Bevor wir die Wohnung verließen, fiel mir noch etwas ein.

"Sandra, wieviel Taschengeld gibt dir deine Mutter eigentlich?"

"Zuwenig", knurrte sie, lenkte jedoch sofort ein. "Zehn Mark die Woche. Und zwar Samstags", erwähnte sie mit erhobener Stimme, da heute bereits Freitag war.

"Gut zu wissen. Dann wollen mir mal gleich die Taschengeldregel ändern." Sandra sah mich erschrocken an.

"Was heißt das?" Ich lachte sie frech an.

"Du bekommst kein Taschengeld am Samstag von mir." Ihr ungläubiger Blick war Gold wert, doch ich konnte sie nicht so lange zappeln lassen. "Sondern jetzt." Ich reichte ihr die zweihundert Mark, die Beatrix mir gegeben hatte. Sandra starrte das Geld an, dann mich, dann wieder die beiden Scheine.

"Aber das ist doch für mein Essen", widersprach sie.

"Ts, ts, ts", machte ich. "Du bist Gast hier, und meine Gäste zahlen nicht fürs Essen. Das ist dein Taschengeld für die nächsten drei Wochen. Einverstanden?" Ich hielt ihr meine Hand hin, doch statt einzuschlagen, umarmte sie mich so heftig, daß ich Angst hatte, sie würde mir den Hals brechen. Ich glaube noch heute, daß mein Gesicht schief gewesen sein mußte von den vielen Küssen, die sie mir auf die Wange drückte. Schließlich, als sie gar nicht aufhören wollte, schob ich sie sanft weg von mir.

"Sandra, mach mich nicht kaputt, ich muß noch das Programm fertigmachen", grinste ich.

"Ist mir egal", widersprach sie, "ich muß das loswerden, sonst platz ich." Und sie wurde es los mit dem Resultat, daß meine rechte Wange für den Rest des Abends zwischen den Zähnen ruhte, so kräftig hatte sie ihren Gefühlswust auf mich abgedrückt.

Nach dem Pizzaessen rückte Sandra allerdings nicht damit heraus, in wen sie sich verliebt hatte.

"Habe ich das doch glatt vergessen", sagte sie trocken, als ich sie darauf ansprach. Mehr war nicht aus ihr herauszuholen. So ein Biest, dachte ich grinsend, während sie ihr Vanilleeis in sich hinein schaufelte.

Sandra hatte Samstags keine Schule, also schliefen wir aus. Ausschlafen hieß bei uns: bis kurz nach sieben. Durch die Jalousien fiel etwas Licht und erhellte das Schlafzimmer leicht. Ich war etwas eher wach, und als ich die Augen öffnete, mußte ich lächeln. Sandra lag an meiner linken Seite, ihr rechtes Bein über meinem linken, ihr rechter Arm über meinem linken, ihr linker Arm und das linke Bein waren weit vom Körper weggestreckt. Ihr Gesicht zeigte zu mir, und ich konnte nicht anders; ich gab ihr einen ganz sanften, kurzen Kuß auf ihre leicht geöffneten Lippen. Sie lächelte im Schlaf, wachte jedoch kurz darauf ebenfalls auf.

"Guten Morgen, mein Süßes", sagte ich leise. Sie brummte genießerisch, als sie ihre bis dahin abgespreizten Extremitäten über mich legte und mich umarmte.

"Guten Morgen, du Schnarchnase", murmelte sie kichernd.

Ich protestierte. "Ich schnarche nicht!"

Sie grinste frech. "Ich habe etwas anderes gehört. Und wie ich das hören konnte. Ich konnte gar nicht schlafen vor lauter Krach." Doch ihre Augen funkelten; sie wollte mich nur aufziehen.

"Ich hab was Schönes geträumt", sagte sie übergangslos und drückte ihr Gesicht an meins.

"Was denn?" fragte ich neugierig.

"Ich hab geträumt, daß du mich geküßt hast", antwortete sie verträumt. "Ich hab mich so wohl gefühlt dabei."

"Das war kein Traum, Sandra. Ich hab dir wirklich einen Kuß gegeben."

"Echt?" fragte sie überrascht. "Als ich geschlafen habe?" Ich nickte.

"Du hast so süß ausgesehen, wie du da gelegen hast, ich konnte nicht anders. Bist du mir böse?" Sie überlegte, doch ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem leisen Lachen.

"Nö", antwortete sie schließlich, "bin nicht böse. Wie hab ich denn gelegen?" Ich rollte sie auf den Rücken und arrangierte sie so, wie sie geschlafen hatte. Sie schaute sich die Sachlage an und platzte fast vor Lachen.

"Tja, ich schätze, ich brauche ein großes Bett für mich ganz alleine", grinste sie.

"Das kannst du haben. Ein großes Bett steht im Wohnzimmer. Wenn du möchtest, kannst du ab heute abend das ganze Sofa für dich haben." Doch das wollte sie auch wieder nicht.

"Hab doch nur Spaß gemacht, Tom. Ich bin gerne bei dir. Ich fühl mich so sicher, wenn du neben mir liegst, wenn ich einschlafe." Sie dachte kurz nach. "Auch wenn ich bei deinem Schnarchen nicht schlafen kann."

"Dafür, daß du nicht geschlafen hast, siehst du aber sehr wach aus", sagte ich, und sie zuckte die Schultern. Dann ließ sie dieses Thema fallen. "Gibst du mir noch so einen Kuß wie vorhin, als ich geschlafen habe?" bettelte sie. "Das hat sich so toll angefühlt."

"Na gut", sagte ich, "dann leg dich mal wieder hin und entspann deinen Mund."

"Wie entspann ich denn den Mund?" fragte sie kichernd.

"Einfach nicht mehr reden", grinste ich, und sie schmollte einen Moment, aber nur sehr kurz. Dann legte sie sich flach hin und machte ein paar Grimassen, um den Mund zu "entspannen".

"Genau so", sagte ich, "und jetzt den Mund etwas aufmachen. Genau. Und jetzt..." Ich legte mich leicht über sie und gab ihr einen zweiten Kuß, genauso sanft und zärtlich wie beim ersten Mal. Diesmal beobachtete sie mich genau. Ihre Augen schielten bei dem Versuch, ihren eigenen Mund zu sehen. Dann schloß sie die Augen und gab sich ganz dem Gefühl von Zärtlichkeit hin.

Es war ein wunderbares Gefühl, ihre weichen Lippen mit den meinen zu berühren. Es war nicht erotisch, sondern einfach nur zärtlich und schön. Ich weiß nicht, wie lange ich sie küßte, aber es erschien mir zu kurz, und wer von uns zuerst aufhörte, weiß ich auch nicht mehr. Was ich aber noch weiß, war der Ausdruck in ihren Augen, als sie mich ansah. Und ich wußte, daß meine Augen dasselbe ausdrückten.

Wir hatten uns ineinander verliebt.

An dieser Stelle wird bestimmt von der einen oder anderen Seite der Einwand kommen, daß ein zwölfjähriges Mädchen sich nicht verlieben kann, weil sie einfach noch zu jung ist. Diesem Einwand muß ich zustimmen. Es war natürlich keine Liebe, wie sie zwischen gleichaltrigen erwachsenen Menschen zu finden ist. Doch selbst ein Kleinkind, daß auf die Eltern zukrabbelt und sie umarmt, drückt bereits Liebe aus. Nur hat das Wort "Liebe" im Zusammenhang mit dem eigenen Kind einen anderen Gefühlsinhalt als bei Erwachsenen. Trotzdem: war es ein so großer Unterschied? Das Gefühl zwischen Sandra und mir war geprägt von jahrelangem Kennen, von Vertrauen, Zuneigung und Zärtlichkeit, Sicherheit und Schutz, gemeinsamen Interessen und Neigungen. Und nur, weil sie erst zwölf war, darf ich es nicht Liebe nennen? Ihre Liebe zu mir war in meinen Augen sogar noch großartiger, weil sie (genau wie ich) es sich leisten konnte, vollkommen ehrlich und offen zu sein. Wir hatten keinerlei Geheimnisse vorei

nander, außer im gegenseitigen Necken und Aufziehen; wir redeten über unsere Gefühle und verheimlichten nichts, natürlich immer im Rahmen ihrer Aufnahmefähigkeit. Es hatte keinen Sinn, mit Sandra über die Relativitätstheorie zu reden. Allerdings hatte es auch keinen Sinn, darüber mit mir zu reden...

Wenn also das Alter einmal außer acht gelassen wird: wie könnte dieses Gefühl zwischen uns beschrieben werden? Für mich war es Liebe. Zwar in anderer Form, als ich sie bisher kennengelernt hatte, aber trotzdem war es Liebe. Auf eine ganz besondere, neue, schöne Art und Weise.

Wir frühstückten schweigend, Sandra und ich in unsere eigenen Gedanken versunken. Es war allerdings kein verlegenes Schweigen, eher ein gelöstes, so als ob eine bis dahin unüberwindliche Mauer endlich gefallen war. Ein neues, stärkeres Gefühl verband uns als bisher, und dieses Gefühl war zu schön und zu kostbar, um es durch profane Gespräche zu stören.

Immer wieder glitten unsere Hände auf dem Tisch aufeinander zu und berührten sich, begleitet von einem tiefen, intensiven Lächeln. Ich spürte das in mir, was Sandra schon lange vorher gefühlt hatte: daß wir zueinander gehörten. Keiner von uns war "ganz" ohne den anderen.

In dreißig Jahren - ich wäre dann 60 und Sandra 42 - hätte sich niemand über uns lustig gemacht oder bezweifelt, daß wir uns liebten. Und da für mich Liebe nicht an Alter gebunden ist, werde ich mich auch nicht weiter "rechtfertigen" bis auf diese eine Bemerkung: Jeder Mensch hat Gefühle, unabhängig vom Alter. Es liegt an jedem einzelnen, ob er oder sie ehrlich zu sich selbst ist oder nicht.

Nach dem Frühstück räumten wir den Tisch ab und spülten schnell. Nachdem das letzte Teil im Schrank verstaut war, legte Sandra die Trockentücher auf den Heizkörper, kam zu mir und umarmte mich fest. Ich legte einen Arm um ihre Schulten, mit der anderen Hand strich ich ihr über die Haare. Wir redeten nicht, es war nicht nötig. Wir schwammen in einem Meer aus Zuneigung und Zärtlichkeit, etwas, wonach Sandra lange gesucht und bei ihrer Mutter nie gefunden hatte. Mag sein, daß sie mich als "Ersatzvater" ansah, aber wenn es so war, ließ sie es keinen Moment erkennen. Und ich glaubte es auch nicht. Ich war ihr Freund, so wie sie meine Freundin war. Das war alles. Und es war doch so viel.

Sandra wollte mit mir in die Stadt, um etwas zu kaufen, sie verriet mir jedoch nicht, was sie suchte.

"Weiß ich noch nicht genau", sagte sie nur auf der Fahrt in die Innenstadt. Ich parkte in der Nähe des Stadtkerns, und wir gingen einige hundert Meter zu Fuß, bis wir das kleine Viertel mit vielen kleinen Geschäften erreichten.

Daß ich Sandra die zweihundert Mark gegeben hatte, war natürlich zum Teil Berechnung von mir. Ich wollte sehen, ob sie sich das Geld gut einteilen konnte. Bisher hatte sie, außer ihren zehn Mark pro Woche, nicht viel Geld in der Tasche gehabt. Doch jetzt zweifelte ich daran, ob die Idee wirklich so gut gewesen war.

Der Zweifel verstärkte sich, als Sandra ein Geschäft mit esoterischen Artikeln fand: Pendel, Tarotkarten, spiritistische Bücher, Räucherstäbchen und so weiter. Ich durfte nicht mitgehen, und in Gedanken winkte ich ihrem Geld schon ein letztes "Lebewohl" zu. Sandra blieb etwa fünfzehn Minuten in dem Geschäft, und als sie wiederkam, hatte sie ein kleines Päckchen, umwickelt mit Geschenkpapier, in der Hand, das sie mir reichte.

"Für dich", strahlte sie mich an, "aber erst zu Hause aufmachen, ja?" Ich versprach es. Sollte ich mich doch getäuscht haben?

Ich hatte mich getäuscht. Als ich das Päckchen zu Hause öffnete, blinkte mich ein wunderschöner Bergkristall mit milchiger Wurzel und zwei klaren, durchsichtigen Spitzen ohne Einschlüsse an. Sandra deutete aufgeregt auf die beiden Spitzen.

"Das sind wir, Tom, und so, wie die beiden zusammen sind, sind wir es auch." Meine Augen wurden etwas feucht vor Glück. Da hatte dieses Mädchen mehr Geld in der Tasche als jemals zuvor, und was kaufte sie als erstes? Ein perfektes Symbol für unsere Freundschaft, als Geschenk für mich.

"Sandra, das ist wunderschön. Vielen, vielen Dank", sagte ich bewegt, und sie spürte meine Gefühle. "Komm her", bat ich sie, und sie flog in meinen Arm. Wir machten uns gegenseitig glücklich dadurch, daß wir so waren, wie wir waren. Was wollten wir mehr?

Abgesehen von diesen bewegenden oder rührseligen Momenten war Sandra ein ganz normales, zwölfjähriges Mädchen, das auch spielen und sich austoben wollte. Deshalb zog sie sich schnell um und legte ihr "Spielzeug" an: einen alten Rock, ein altes T-Shirt und Sandalen. Ganz in der Nähe war ein großer Park, in dem wir häufig spazierengingen. Etwa in der Mitte des Parks war ein riesengroßer Spielplatz mit Sandkästen, Schaukeln, Klettergerüsten, Rutschen, Holzbauten und sogar einer alten Dampflokomotive. Dieser Spielplatz war Sandras Reich. Sie konnte Stunden hier verbringen. Als kleines Kind von acht, neun Jahren spielte sie hier mit ihren Freundinnen, und das waren auch die Zeiten, wo sie völlig vergaß, auf Toilette zu gehen. Einmal gestand sie mir verlegen, daß sie manchmal, aber wirklich nur ganz selten, hinter die Büsche ging, wenn sie es nicht mehr aushalten konnte. Damit zog ich sie heute auf.

"Schau mal, Sandra, die Büsche da hinten, kennst du die noch?"

"Ja", knurrte sie und wurde etwas rot im Gesicht. Diese Gelegenheit konnte ich aber nicht vorbeigehen lassen.

"Die sind ja prächtig gewachsen, du hast sie wirklich gut gedüngt." Ihre Antwort war ein harter Schlag auf meinen Arm, bevor sie mit hoch erhobenem Kopf und roten Ohren zu der nächstgelegenen Schaukel ging. Nachdem sie einige Minuten geschaukelt hatte, kletterte sie dieses Ding rauf, was nur aus dicken Seilen zwischen Stahlrohren bestand. Sie winkte mir von oben zu, und als ich sie da stehen sah, bekam ich fast einen Lachanfall, doch ich hob mir die Erklärung für später auf. Nach dem Gerüst war die Lokomotive dran. Sandra stand mit einigen anderen Kindern im Führerhaus und spielte Lokführerin. Ich freute mich über ihren Spaß, aber noch mehr freute ich mich über ihr Gesicht, wenn wir wieder zu Hause waren.

Insgesamt verbrachten wir etwa zweieinhalb Stunden in dem Park, bevor uns der Hunger nach Hause trieb.

"So, jetzt erklär mir mal, warum du vorhin so gelacht hast", forderte sie, und ich fing wieder an zu lachen. Sandra wurde etwas böse auf mich, und ich zwang mich zum Sprechen.

"Sag mal, hast du beim Umziehen vielleicht etwas vergessen?" grinste ich sie an, bevor mich der nächste Lacher überfiel. Sandra sah verblüfft an sich hinab.

"Ne, ich hab alles an."

Mein Lachen wurde stärker. "Bist du so sicher?" Jetzt wurde ihr die Sache doch komisch, und sie klopfte sich ab. In Höhe der Taille stutzte sie. Sie fühlte, stutzte wieder, fühlte noch einmal und wurde knallrot.

"Ja, das ist das Alter", sagte ich boshaft, "oder wolltest du irgendwelche Jungs aufreißen?" Jetzt wurde sie wütend.

"Warum hast du mir das nicht gesagt?" zischte sie. Ich hob entschuldigend die Arme.

"Ich hab es erst gesehen, als du oben auf dem Gerüst warst, und ich wollte dir den Spaß nicht verderben." Bei dem Gedanken, wie Sandra herumturnte und der ganzen Welt ihren blanken Hintern zeigte, fing ich wieder an zu lachen. "Sag mal, wie hast du das bloß vergessen?" Trotz ihrer Wut überlegte sie.

"Warte mal, ich war noch auf Toilette und wollte mich waschen, und da..."

"Hast du es einfach liegenlassen. Gib es schon zu, Sandra, du wolltest ein paar Jungs anmachen." Sie platzte.

"Du verdammter Mistkerl, laß mich in Ruhe! Das wollte ich nicht! Hast du noch nie etwas vergessen?" Sie schrie beinahe.

"Doch", lachte ich, "aber noch nie meine Hosen." Das reichte. Mit einer Kraft, die ich ihr gar nicht zugetraut hatte, boxte sie mich in den Bauch. Dann rannte sie ins Bad, um das fehlende Stück anzuziehen. Immer noch wütend, kam sie zurück.

"Rat mal, wer heute auf dem Sofa schläft", drohte sie.

"Der Schwächere?" fragte ich unschuldig.

"Nein, die Wütendere. Keine Minute mehr bleib ich neben dir liegen, du mieser Kerl..." Und so schimpfte sie noch eine Weile weiter, doch nach dem Mittagessen hatte sie sich schon wieder abgekühlt. Doch die Erinnerung an diesen Tag blieb, und sie war ein perfektes Mittel, um Sandra innerhalb von Sekunden auf die Palme zu bringen. Natürlich immer mit dem Risiko, Prügel zu beziehen.

Den Nachmittag verbrachte Sandra mit der großen Wäsche und Bügeln. Ich arbeitete an dem Programm weiter. Es war inzwischen so weit fertig, daß es fehlerfrei lief; jetzt kamen die Listen dran. Es war eine langweilige, weil stupide Arbeit. Testdruck, Spalten schieben, Testdruck, noch mal schieben, Testdruck, Kopfzeile einbauen, Seitenzähler einbauen, Fußzeile einbauen, Testdruck, ... Gegen Abend war die Wäsche gewaschen und die Hälfte der Listen fertig programmiert.

Als das letzte Wäscheteil auf der Leine hing, setzte Sandra sich erschöpft auf das Sofa. Sie hatte an einem Nachmittag ihre gesamten T-Shirts der vorherigen Wäsche sowie Röcke, Hosen und einen großen Teil meiner Hemden fertig. Eine großartige Leistung, zu der sie niemand aufgefordert hatte. Sie machte es freiwillig.

Ich setzte mich zu ihr, und sie rutschte mit einem wütenden Seitenblick etwas von mir ab. So ganz hatte sie mir doch noch nicht verziehen, aber dieses Spiel konnten wir auch zu zweit spielen. Ich nahm mir ein Buch von dem Tisch und fing an zu lesen.

Sandra hielt es etwa zwanzig Minuten aus, dann war ihre Wut auf mich verraucht. Sie hob meinen rechten Arm und kroch darunter.

"Nicht mehr böse auf mich?" fragte ich vorsichtig und legte das Buch zurück. Sie sah mich strafend an, aber die Wut war weg.

"Du weißt ja nicht, was ich heute nacht anstelle, wenn du schläfst", sagte sie mit ihrer besten Gangsterstimme.

"Hm", machte ich, "dann ist es vielleicht wirklich besser, wenn einer hier schläft." Sie sah mich einen Moment lang forschend an und merkte, daß ich nicht scherzte. Manchmal hatte ich mich ganz gut im Griff.

"Na ja", lenkte sie ein, "ich überleg es mir noch." Mit dem Erfolg, daß sie wie gewohnt an meiner Seite einschlief.

Am Sonntag morgen weckte ich sie wieder mit einem sanften Kuß, doch diesmal wachte sie direkt auf und erwiderte die Berührung. Für einige Minuten lagen wir eng umschlungen beisammen, unsere Lippen in engem Kontakt. Doch noch immer war es kein Kuß, wie Erwachsene ihn austauschen würden. Keine Leidenschaft, keine Erotik, einfach nur aufeinandergelegte Lippen, die sich gegenseitig das schönste sagten, was zwei Menschen sich sagen können: Ich liebe dich.

Ich hatte die Nacht überlebt, und Sandra hatte mir inzwischen den "bösen Scherz" verziehen, doch es sollte noch einige Tage dauern, bis auch sie darüber lachen konnte. Den ganzen Sonntag über war sie ungewöhnlich anhänglich. Sie wich kaum von meiner Seite und suchte immer Körperkontakt zu mir. Händchenhalten, in den Arm nehmen, schmusen, an mich gedrückt auf dem Sofa sitzend. Gegen Abend wurde es noch intensiver; Sandra blieb immer in meiner direkten Nähe. Sie konnte es anscheinend nicht ertragen, auch nur eine Sekunde von mir getrennt zu sein. Egal, wo ich hinging, Sandra ging immer mit.

Um uns etwas zu entspannen, legte ich eine CD von Kitaro ein, und die Musik tat ihre Wirkung. Sandra wurde sichtlich ruhiger, während die CD spielte. Ich legte meinen Arm um sie und drückte sie an mich.

"Was ist denn los mit dir, Spatz?" Spatz nannte ich sie immer, wenn sie Sorgen oder Probleme hatte. Beim erstenmal nannte ich sie so, als sie sich das Knie blutig gestoßen und furchtbare Angst hatte, daß ihre Mutter mit ihr schimpfen würde. Sie fragte mich damals, warum ich sie 'Spatz' nennen würde, und ich sagte ihr, daß sie mich an einen Spatz erinnerte, der sogar vor seinem eigenen Schatten Angst hatte. Sie mußte lachen, und seitdem durfte ich sie so nennen.

Doch heute war ihr nicht nach Lachen zumute. Sie kroch noch enger an mich heran.

"Ich weiß es nicht, Tom, ich hab nur so ein komisches Gefühl..."

"Was für ein Gefühl denn?" Sie machte keine Witze, daß konnte ich sehen. Sie war wirklich über irgend etwas beunruhigt.

Sie atmete tief ein und aus.

"Ich weiß es nicht genau. Es ist fast so, als ob irgend jemand über mich entscheidet... Ich kann das nicht erklären." Ich strich ihr beruhigend über die Haare.

"Sandra, denk immer dran: was auch passiert, ich werde immer für dich da sein." Dankbar blickte sie zu mir auf, und ihre Unruhe wurde etwas schwächer. Ich konnte mir nicht erklären, was los war mit ihr. Doch die Musik, gepaart mit der beruhigenden Umarmung, in die sich kuschelte, tat ihre Wirkung, und langsam, aber sicher, entspannte sie sich wieder.

"Danke, daß du da bist", sagte sie nur.

"Danke, daß du mich lieb hast", erwiderte ich und bekam einen Kuß von ihr. Sie wurde mutig.

"Ich glaube, wir schaffen es, egal, was da kommt", meinte sie.

"Wenn wir zusammenhalten, schaffen wir alles", lachte ich, und alles war wieder gut. Ihre kleine Welt, wodurch auch immer sie erschüttert worden war, war wieder in Ordnung. Sie hatte die Versicherung, daß jemand für sie da war; das war alles, was sie brauchte.

Am Mittwoch vormittag war das Programm fertig. Um es gründlich auszutesten, nahm ich einige unsinnige Eingaben vor, die völlig korrekt abgewiesen wurden. Sandra durfte den abschließenden DAU-Test vornehmen (DAU = Dümmster Anzunehmender User). Nach dem Mittagessen zeigte ich ihr kurz, wie sie das Programm starten konnte, dann ließ ich sie mit der Tastatur alleine. Sie tippte und tippte, das Programm piepste und piepste wegen falscher Eingaben, und Sandra stand auf. Sie drehte sich um und setzte sich auf die Tastatur. Mit einem jämmerlichen Pfeifkonzert brach das Programm ab.

"Gut gemacht", sagte ich sauer, "jetzt ist es kaputt." Sandra drehte sich erschrocken zu dem Bildschirm und las die Fehlermeldung.

"Hab ich das wirklich kaputtgemacht?" fragte sie ängstlich, und ich bezwang meinen Ärger. Ich konnte mir nicht erklären, was da vorgefallen war. Über siebzig Prozent des Programms waren Prüfroutinen, die genau diesen Fall, der jetzt eingetreten war, abfangen sollten.

"Ja", antwortet ich, "aber genau das solltest du ja auch." Sandra sah mich fragend an.

"Schau, Sandra, es ist besser, wenn es hier kaputtgeht, wo ich es reparieren kann, als später beim Kunden, wenn er schon dafür bezahlt hat." Das leuchtete ihr ein. Ich setzte mich an den PC und listete die Datei auf, in der während der Testphase die Eingaben gespeichert wurden. Es dauerte nicht lange, und ich hatte den Fehler. Ein Großteil der Prüfroutinen hatte ich geschrieben, als es noch Tastaturen mit nur zehn Funktionstasten gab. Der Absturz kam durch eine Kombination der Tasten F12 und ENTER zustande. Es dauerte nur wenige Minuten, um das Prüfprogramm zu ändern und das Programm neu zu kompilieren, dann durfte Sandra sich wieder auf die Tastatur setzen. Diesmal tat sie es mit Freude. Sie wollte das Programm noch einmal "kaputtmachen", aber diesmal hielt es ihre Attacken aus. Ich war zufrieden mit mir, obwohl mich dieser dumme Fehler doch etwas ärgerte. Aber egal.

Ich sicherte das Programm auf drei Disketten, dann wandte ich mich Sandra zu.

"Das hast du super gemacht, kleiner Liebling. Wie wäre es mit Eis zur Belohnung?" Strahlend nickte sie. Ich ging in die Küche und brachte ihr einen Eiswürfel. Sie blickte ziemlich dumm aus ihrer Wäsche, als ich das Eis in ihre Hand legte.

"Du wolltest doch Eis, oder? Bitte, hier ist Eis." Bei dem nachfolgenden Kampf ging zum Glück außer meinem Stolz nichts kaputt, denn Sandra schaffte es tatsächlich, mir den Würfel ins Hemd zu stecken. Nachdem ich mich abgetrocknet hatte, gingen wir aber doch noch in eine Eisdiele, wo sie ihre verdiente Belohnung erhielt.

Den Rest der Woche verbrachte ich mit der Dokumentation und dem Handbuch, das als Unterstützung zur Schulung gedacht war und deshalb etwas knapper ausfiel als gewohnt. Die Software sollte in der nächsten Woche eingesetzt werden; für die Schulung waren zwei Vormittage angesetzt. Der Kunde war in der gleichen Stadt, so daß ich nicht befürchten mußte, Sandra zu vernachlässigen. Freitag mittag war alles vorüber, die Angestellten im Umgang mit dem Programm vertraut, und mein Konto wieder gut gefüllt. Ein Folgeauftrag war auch schon erteilt, allerdings erst nach den Sommerferien. Jetzt hatte ich Urlaub. Sandra hatte noch zwei Wochen Schule, dann wartete unser erster gemeinsamer Urlaub auf uns.

Was dann allerdings eintrat, hätte keiner von uns erwartet.

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baba

die Geschichte ist von Shana irgenwann mal so um 1998 oder so geschrieben worden und bei Mr.Double unter Shana veröffentlicht worden. Fals Du die 'Shana' bist dann nochmals ein Kompliment an deine annähernd 100 Geschichten die du geschrieben hast. Fall Du nicht die Shana bist dan gib wenigstens die Quelle an ! :-)

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